Brief an die Redakteure des Weilheimer Tagblatts, die über die Veranstaltung Meuthen am 3.7.2018 und die gleichzeitige Gegendemonstration berichtet hatten.

Sehr geehrte Frau Hauser, sehr geehrter Herr Forstner,

gestatten Sie mir einen Nachtrag, der mit der AfD-Veranstaltung und ihrem Anliegen in zeitlichem als auch sinnhaftem Zusammenhang steht:

Etwa zur gleichen Zeit, als in Weilheim die AfD-Veranstaltung zu Ende ging, entwickelte sich bei unserem Nachbarn Frankreich in den Abendstunden ein Geschehen, das uns  beispielhaft und drastisch die gescheiterter Integration von prekären Einwanderergesellschaften in Europa vor Augen führt.

Was war passiert: Ein junger, flüchtiger und gesuchter Verbrecher wurde bei einer Routinekontrolle in der Stadt Nantes erschossen. Offenbar beim Versuch, sich der Festnahme durch die Polizei zu entziehen.   In den nächtlichen Stunden darauf war in Nantes die Hölle los: Ein wütender Mob fackelte Autos ab, plünderte Geschäfte und zerstörte öffentliche Einrichtungen.  Erst in den Morgenstunden wurden Polizei und Feuerwehr Herr der Lage. Auch in den folgenden Nächten kommt es zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen, die bis heute, vier Tage nach den Geschehen, immer noch andauern.

Ebenfalls symptomatisch für das politische Umfeld:  Polizei und Medien lassen die Öffentlichkeit über die Herkunft des Getöteten und des randalierenden Mobs im unklaren.  Die deutsche Presse schrieb am Tag danach von einem „jugendlichen 22-jährigen“.  Damit übernahmen sie wortgleich die Formulierungen  der französischen Zeitungen wie „Le Monde“ und „France Soir“ die von „un jeune homme de 22 ans“ schrieben. Kein Name, kein Foto. Dabei ist dem aufmerksamen Beobachter längst klar, daß es sich nicht um einen Charles, Pierre oder Marcel handelt. Die deutschsprachige Neue Züricher Zeitung  nennt nach einigen Tagen  den Namen: Abubakar Fofana. Bei der zugehörigen Bilderstrecke in der NZZ werden alle Unklarheiten beseitigt. Die FAZ ergänzt: .. ein Franzose mit Einwanderungshintergrund, der wegen Beteiligung an bandenmäßigen Diebstählen, Hehlerei und Betrug seit einem Jahr per Haftbefehl gesucht wurde… Auch symptomatisch: Noch bevor nähere Umstände geklärt sind, beschuldigt die sozialistische Bürgermeisterin von Nantes die Polizei. Es hilft ihr persönlich wenig: Auch ihr eigenes Auto wird abgebrannt.

Im Zuge der Entkolonialisierung hat Frankreich  vor Jahrzehnten afrikanische Zuwanderer in großer Zahl aufgenommen. Mit der Folge, daß derartige bürgerkriegsähnliche Zustände in Frankreich seit Jahren an der Tagesordnung sind. Stets der gleiche Ablauf wie  bei den berüchtigten  Race Riots in den USA: Nach Polizeieinsätzen tagelange Unruhen, Vandalismus, Brandstiftungen, Gewaltausbrüche. Zurück bleiben abgebrannte Autos, geplünderte Geschäfte, Ruinen, Millionenschäden, frustrierte Polizisten, verängstigte Bürger, gelegentlich auch Tote und Verletzte. – Politische und gesellschaftliche Entwicklungen, die von hiesigen blauäugigen Verfechtern einer unbeschränkten „Willkommenskultur“ hierzulande ganz bewusst ausgeblendet werden.  Dabei ist Frankreich das Land der Ideale der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Zumeist waren sozialistische Regierungen am Ruder, die sich mit gutem Willen um  Integration bemüht haben. Sie sind gescheitert. Es gibt keinen vernünftigen Anlass zu glauben, daß wir es in Deutschland besser können.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Ulrich