Am 28. 8.2018 hben die Schongauer Nachrichten über den geplanten Auftritt von Björn Höcke am 4.9.2018 in Peiting berichtet.
Es ist klar, daß die mit großer Mehrheit zu den Grünen und DIE LINKE tendierende Presse Björn Höcke nicht liebt und seine Ansichten nicht teilt.

Aber inhaltlich sind dem Redakteur leider zwei grobe Fehler unterlaufen.

Zunächst zitiert die Zeitung seine Rede vom Januar 2017 in Dresden völlig sinnverdreht.
Höcke hat nicht die Erinnerung an den Holocaust kritisiert, sondern das Holocaust-Denkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet. Das heißt als ein Denkmal, das an die größte Schandtat, die in unserer Geschichte begangen wurde, erinnert.
Das ist etwas völlig anderes als die Behauptung, Höcke habe “ die Erinnerung an den Holocaust als „Schande“ bezeichnet“, wie der Redakteur formuliert.
Wer sich näher informieren will, findet die Rede in vollem Wortlaut im Tagesspiegel.

Zum weiteren behauptet der Redakteur, Höcke „hetze gegen Schwule und Lesben“. Als erstes hieße das, er würde auch gegen eine Reihe von prominenten Parteifreunden und Parteifreundinnen wie Alice Weidel und  Alexander Tassis hetzen, wobei diese die Sachlage durchaus anders sehen.
Björn Höcke macht sich  wie so viele andere gerne über die völlig überzogene Verherrlichung von Lesben, Schwulen und Transsexuellen lustig. Das ist jedoch etwas völlig anderes als „hetzen“.

Dass Björn Höcke sich mit Sachpolitik befasst und mit seiner Landtagsfraktion ein viel beachtetes Thesenpapier zu einer Reform des Rentensystems verfasst hat, dem allgemein fachlich hohe Qualität attestiert wird und er in der Sozialpolitik in der AfD einer der führenden Köpfe der Debatte ist, passt eben nicht zur vorgefassten Meinung der Redaktion.

Björn Höcke  führt als Landes- und Fraktionschef eine thüringische AfD, die in der neuesten Umfrage von infratest/dimap vom 28.82018 derzeit 23 % erreicht (CDU 30 %, SPD 10 %, Linke 22 %), also die zweitstärkste Partei in Thüringen stellt

Die Presse sollte sich  besser ohne Scheuklappen über die Ursachen für das Wählerverhalten und das Meinungsumfrageverhalten Gedanken machen, anstatt sich auf ein Lieblingsfeindbild einzuschießen.

Allerdings ist das intellektuell etwas fordernder, als  die immer selben Propagandafloskeln wiederzukäuen.