Am 23.3.2022 mußte die Bahn wegen Strommangels stundenlang ihre Güterzüge anhalten.
Grund war Strommangel.

Was sich relativ harmlos anhört, hat in dem heute eng getakteten Logistikverbund böse Folgen.
Die Zugumläufe kommen total durcheinander, die eng an die Anhunftszeiten der Züge getakteten LKWs kommen mit ihren Transportplänen durcheinander,
in den Firmen bricht die „Just-in-Time-Fertigung“ mangels rechtzeitig en Nachschubs zusammen.

Grund ist der hemmungslose Abbau von Kraftwerkskapazität und daß die bösartige Sonne Nachts grundsätzlich immer und auch einfach ab und zu tagsüber wegen Wolken nicht auf die Photovoltaik scheinen will. Zusätzlich weht der Wind nun manchmal fest und manchmal gar nicht.

So kommt es wohl, wie der Vorstandsvorsitzende von E.on angemerkt hat, künftig zunehmend zu Stromabschaltungen wie in einem Dritte-Welt-Land.
Wir können von Glück reden, wenn es gelingt, dies durch Schnellabschaltungen einzelner Bereich aufzufangen, so daß mal Großstädte tageweise ohne Strom bleiben, die Bahn nicht mehr fährt oder Industriebetriebe tagelang stillstehen.
Das Personal in den Leitwarten vollbringt mittlerweile tagtäglich Wunder in ihrem Kampf das durch erneuerbare Energien immer erratischer reagierende Stromnetz irgendwie am Leben zu halten. Viele Experten halten einen totalen, tagelangen Ausfall der Stromversorgung mittlerweile für ein sehr denkbares Szenario mit allerdings unvorstellbaren Folgen.

Für die Standortwahl von Unternehmen ist jederzeit gesicherte Energieversorgung zu international k9nkurrenzfähigen Preisen ein ganz entscheidendes Kriterium. Wie Unternehmenschefs (nur hinter verschlossenen Türen) erläutern, gibt es für sie Mehrzahl bei ernsten Mängeln bei der Energieversorgung nur die Möglichkeit, den Standort Deutschland in Zukunft aufzugeben.
Die erste Methode ist es, Ersatzinvestitionen nur noch in anderen Ländern zu tätigen und auch bestehende Werke dann zu schließen, wenn diese keinen positiven Deckungsbeitrag mehr erwirtschaften. Wenn sie nicht wegziehen, endet ihre „Standorttreue“ wegen Verlust der internationalen Konkurrenzfähigkeit schnell vor dem Konkursrichter. Die Arbeitsplätze und die Steuereinnahmen, die unsere Regierung hemmungslos verschleudert, sind dann „auch mal weg“, so daß wir nicht nur in Bezug auf die Energieversorgung sondern auch auf den Wohlstand zum Dritte-Welt-Land absacken.

Eine sehr detaillierte Darstellung der Problematik mit der Stromversorgung der Bahn und der vermutlichen weiteren Entwicklung findet sich in einem ungemein lesenswerten Artikel in Tichys Einblick, der viele Hintergrundinformationen bietet.

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