Das linke Herz am rechten Fleck

Unter diesem Motto spricht Guido Reil am Freitag, 28.9.2018 in der Tiefstollenhalle, Tiefstollen 5, 82380 Peißenberg.

Einlaß ist ab 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr.

Vor ihm sprechen der Bezirkstagskandidat der AfD, Alexander Neumeyer  und der Direktkandidat für die Landtagswahl im Wahlbezirk 131 Weilheim, Rüdiger Imgart,

Guido Reil war eine Ikone der SPD. Wie schon sein Vater und sein Großvater ist er Bergmann, seit früher Jugend Mitglied der SPD, der Gewerkschaft und der Arbeiterwohlfahrt, Mitglied des Vorstands seines SPD-Ortsvereins, Betriebsratsmitglied und Stadtrat in Essen.
Die älteren Leute kennen noch dieses in enger Solidarität miteinander verbundene, hart arbeitende und von altväterlicher Rechtschaffenheit geprägte Bergmannsmilieu, das das Ruhrgebiet und auch die Orte der oberbayrischen Braunkohlereviere wie Peißenberg, Penzberg und Peiting  geprägt hat.
Die SPD war über ein Jahrhundert lang der politische Repräsentant dieses aufrechten Arbeitermilieus und dessen große Vertreter wie August Bebel, Friedrich Ebert, Kurt Schumacher und Helmut Schmidt haben unserem Vaterland mit hohem Einsatz gedient .

Das Auftreten der AfD im Jahr 2013 traf die SPD wie ein Blitz. Sie hatte sich seit den 68-er Jahren mit zunehmender Arroganz immer mehr von ihrer Basis in der Arbeiterschaft entfernt, war immer „hipper“ geworden.
„Prosecco und Hummer beim Edel-Italiener“ statt „Pils  und Currywurst in der Eck-Kneipe“, Unterstützung von Gender-Wahn und Solarbedachungen für nigerianische Moscheen statt Sanierung der versifften Toiletten in der Schule ums Eck, verquaste Weltbeglückung statt ein Ohr für die Sorgen von Oma Meier, das waren einfach viel schickere Themen.

Was der völlig unregulierte millionenfache Zuzug von Leuten aus einem fremden Kulturkreis, der sich ja nie in die Quartiere des Prosecco-Sozialismus am Starnberger See, die Villenviertel am Südrand von München oder die Elbchaussee in Hamburg ergoss, für die „einfachen Leute“ in den preiswerteren Wohnlagen, in denen stets die „Flüchtlingsheime“ gebaut wurden und wo diese Leute dann in umliegende Wohnungen gepfercht wurden, bedeutete, war den Prosecco-Sozialisten absolut gleichgültig geworden.

Guido Reil, der seit seiner Geburt in Essen-Karnap lebt, weiß um die Sorgen und Nöte des hart arbeitenden „kleinen Mannes“ mit Familie, kleinem Einkommen oder kleiner Rente. Er versuchte die Probleme  und den Unmut der Leute in seinem Wohnviertel öffentlich zu thematisieren. Dabei  stieß er aber, seine jahrzehntelange Arbeit in der SPD hin oder her, sofort auch in seiner Partei auf das wohl bekannte arrogant-aggressiv-hysterische Reaktionsmuster. Wie üblich völlig unwillig und unfähig zu irgend einer Form argumentativer Debatte wurde nur wahllos mit der „Nazi-Keule“ auf den Dissidenten eingedroschen.
Im Mai 2016 trat er nach 26-jähriger Mitgliedschaft aus der SPD aus und in die AfD ein.

Er gehört  mittlerweile dem Bundesvorstand der AfD als prominenter Vertreter der Arbeitnehmerschaft an.

Dass mit Guido Reil einer der letzten echten „Malocher“ die SPD verlassen hat, ist nur ein Ausdruck eines viel breiteren Trends.

Die SPD ist als Arbeiterpartei nur noch Vergangenheit und im Niedergang begriffen. Ein hoher Anteil ihrer Wählerklientel ist hochbetagt, stammt aus einem seit Generationen mit der SPD tief verbundenen Milieu und will aus nostalgischer Erinnerung an der politischen Orientierung ihrer Eltern und Großeltern festhalten.

Ihre Kinder und Enkel haben sich nach einem nüchterneren Blick auf die Dinge sehr häufig anders, nämlich wie Guido Reil für die AfD als Vertreterin der Interessen der hart arbeitenden deutschen Normalbevölkerung entschieden.